Geschichte

Baugeschichte

Hofbaumeister des Bamberger Bistums war seit 1711 Johann Dientzenhofer, der Zweite dieses Geschlechtes in diesem Amt. Er hatte Fulda verlassen, wo der von ihm erbaute Dom noch nicht ganz vollendet war, um Planungsaufgaben und technische Oberleitung am neuen Schlossbau zu übernehmen. Neben ihm stand P. Nikolaus Loyson SJ als organisatorischer Leiter. Vor allem aber war von Anfang an der Wiener Johann Luckas von Hildebrand intensiv an der Planung beteiligt, vermittelt durch den Neffen des Bauherrn, den Grafen Friedrich Karl von Schönborn, der damals Reichsvizekanzler in Wien war und lebhaften Anteil an dem Familienunternehmen in Pommersfelden nahm. Aber auch Maximilian von Welsch wurde schon im frühen Stadium dazu gezogen; er plante dann ab 1714 den Marstall, der 1718 im Rohbau vollendet wurde. Im gleichen Jahr war der Hauptbau des Schlosses im Ganzen fertig. Ausbauarbeiten erstreckten sich allerdings noch bis in die zwanziger Jahre. Nebengebäude wurden errichtet und der große, von einer Mauer umschlossene Park in französischen Stil mit viel Plastik und Kleinarchitektur angelegt, Arbeiten die sich noch zwei Jahrzehnte hinzogen.

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